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 INDICE
L'ARTE NON E' MODA = PAROLA,
PENSIERO, COSTUME, IMMAGINE.
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CARMASSI / ACADEMIES & SURROUNDINGS
E
MAIL xplanart@galleriamorone.it
MATTIA MORENI
Autoritratti
- Self-portraits

COSA
HA DIPINTO - WHAT HE PAINTED
MOSTRE (Exhibitions) - FREE
ENTRANCE (Invito ad entrare!)
BB
MATTIA
MORENI a TERNI- PALAZZO DI PRIMAVERA - Dal 19 maggio al 30 Giugno 2007
MATTIA MORENI
Mostra Antologica
Regressivo Consapevole.
Perch?
19 maggio Ð 30 giugno 2007
Palazzo di Primavera
Terni
Scheda Tecnica Una produzione: Associazione Culturale UburŽ A cura di
Antonio Vanni
In collaborazione con Enzo Spadon, Galleria Morone, Milano
Con il Patrocinio di Regione Umbria Provincia di Terni Comune di Terni
Enti Sostenitori Comune di Terni, Assessorato alla Cultura. Fondazione
Carit Camera di Commercio di Terni Confcommercio di Terni
Con il contributo di ARV, Acciai Rivestiti Valdarno
Lions Club Terni
Xplanart Sas
LVE, Luciano Vanni Editore
Comunicazione - Ufficio Stampa Costanza Nocentini
Segreteria organizzativa Laura Fazi
Catalogo Luciano Vanni Editore, LVE Note bibliografiche Diego Viapiana
Immagine grafica Emanuele Serra
Didattica: Roberta Argenti
Sito della mostra HYPERLINK "http://www.ubure.com" www.ubure.com
Orario marted“ Ð domenica: 10 Ð 13; 16 Ð 20.
Ingresso libero
Sponsor Tecnici Hotel Michelangelo
Tipolitografia Visconti
Helvetia Assicurazioni Caff del Corso
Il forno di Giulia
Associazione Culturale Ubur
Strada di Piedimonte, 5
05100 Terni
Fax: 0744/309021
Mob: 320/7541424 HYPERLINK "http://www.ubure.com" www.ubure.com
Per informazioni e visite:
Laura Fazi
info@ubure.com
Didattica:
Roberta Argenti
didattica@ubure.com
Ufficio Stampa:
Costanza Nocentini
promozione@ubure.com
Mostra Antologica -
Catalogo con 40 riproduzioni a colori per illustrare le opere esposte,
datate fra gli anni'50 e gli anni '90. TESTI di KLAuS WOLBERT ed
ANTONIO VANNI
TERNI- PALAZZO DI PRIMAVERA
19-5/30-6-2007
Mattia Moreni - Malerei als aesthetische
Fundamentalopposition
Ueber die grundlegende
Charakteristik der Kunst von Mattia Moreni, oder vielmehr ueber die
mentale und schoepferische Eigenart dieses Kuenstlers, ist eine
bemerkenswert intelligente Deutung des gro§en franzoesischen
Kritikers Pierre Restany ueberliefert. Im Vorwort zu einem Katalog
einer Ausstellung mit Werken von Moreni in der deutschen Galerie aenne
Abels in Koeln schrieb er 1961: ãMorenis Werk, ..............,
wendet sich nicht an die Vernunft und nicht einmal an die Sinne; was es
in uns ausloest, ist der Grundmechanismus der Existenzangst, auf der
Ebene des Menschlichen, wo der Humanismus ohne Ma§staebe ist, wo
das Leben nichts anderes ist, als widerspruchsvoller
Antagonismus.Ò und im selben Kontext bekannte Restany, da§
Moreni fuer ihn ãder gro§e Expressionist der heutigen
europaeischen Malerei ã ist. Diese Bemerkungen erschienen am
Beginn der sechziger Jahre fast schon wie ein Epilog, denn die Epoche,
in der das Leben als ein existenzielles Risiko, als ein
ãGeworfenseinÒ ins Nichts empfunden wurde, in der das
Dasein eine Absurditaet und die Angst eine Grundbefindlichkeit war,
hatte ihre praegende Kraft verloren. Die Repraesentanten jener
Generation der um 1920 geborenen, die in einem Klima der Bedrohung und
der Katastrophe aufgewachsen waren, und die den durch die
Erschuetterungen des zwanzigsten Jahrhunderts ruinierten Glauben an die
Werte des Humanismus sowie den Verlust aller hoeheren Ideale
kompensierten, indem sie den Nihilismus, den Pessimismus und einen
blasierten Ekel kultivierten, waren um 1960 in die Jahre gekommen. Der
von Jean Paul Sartre und Albert Camus inspirierte Lebensstil des
Existenzialismus, der vor allem in Paris in den fuenfziger Jahren des
zwanzigsten Jahrhunderts beherrschend war und der in den spaerlich
beleuchteten Caveaus von Saint Germain de Pret, die von dem Rauch der
Gaulloises zusaetzlich eingetruebt waren und wo Juliet Greco ihre
aufregenden Cansons sang und zugleich einen neuen Frauentyp mit einer
geheimnisvollen erotischen Ausstrahlung verkoerperte, hatte ebenfalls
seinen Einflu§ verloren. Die Veraenderung zeigte sich damals auch
in den Neuorientierungen auf dem Gebiet der Bildenden Kunst, wo der
subjektive kuenstlerische Behauptungswille, der in einer ungehemmten
schoepferischen Mobilisierung von individuellen psychischen wie auch
physischen Energien zum Ausdruck kam, von objektivistischen
Kunstauffassungen abgeloest wurde. Die malerischen Eruptionen des
ãAction PaintingÒ, des ãTaschismusÒ, des
ãInformelÒ und der ãPeinture du gesteÒ, in
denen die revolutionaere Stimmung des Widerstands gegen die
Verkrustungen und Illusionen der buergerlichen Gesellschaft sich Luft
verschafften, waren mit einem Male nicht mehr gefragt. Das hei§t
jedoch nicht, da§ die freie Abstraktion ueberhaupt als eine Form
der bildsprachlichen Mitteilung an Wichtigkeit verloren haette, sie
behauptet sich in staendiger innovativer Verwandlung nach wie vor, was
sich allerdings nicht erhalten hat und aus heutiger Sicht von vielen
auch nicht mehr nachvollzogen werden kann, das ist der besondere
Zeitgeist der fuenfziger Jahre, in dem die Begeisterung fuer das
radikal Neue und Andere in der Kunst unterlegt war von einem
apokalyptischen Grundgefuehl, das seine ursache in den noch im
Bewu§tsein nachwirkenden und kaum verarbeiteten Schrecken der
Kriegsjahre hatte. Mattia Moreni lebte seit der Mitte der fuenfziger
Jahre in dem brodelnden Milieu von Paris, er reifte hier in dieser
Stadt, deren damaliger inspirierender Zauber nur denen verstaendlich
ist, die noch dabei waren, zu der kraftvollen Kuenstlerpersoenlichkeit,
als die er bekannt wurde. Oft zaehlte man ihn vorrangig zu den Pariser
Kuenstlern, bevor er als Italiener vorgestellt wurde. In jedem Fall
mu§ er als Person wie als Kuenstler zuallererst mit den genannten
zeitgeschichtlichen, kunstgeschichtlichen und intellektuellen
Ma§staeben gemessen werden, die im Aufbruchsszenario der
Nachkriegszeit und in der geistigen Atmosphaere des Jahrzehnts nach
1950 Geltung hatten, denn er ist mit seinem gesamten Ich wie auch mit
seinem kuenstlerischen Impetus ein typischer Protagonist der
sogenannten ãzornigen jungen MaennerÒ, das hei§t, er
zaehlte zu denen, die infolge der negativen Erfahrungen mit dem
faschistischen Totalitarismus nicht nur zu einer Politisierung ihres
Denkens gefunden hatten, sondern die auch in ihrer ganzen mentalen
Befindlichkeit von einem Geist der Anarchie und des Protests
erfa§t waren. Kunst und Politik, antibuergerliches Aufbegehren und
kuenstlerische Provokation gingen ineinander ueber, das Malen war eine
Negation des Bestehenden ebenso wie auch ein persoenlicher
Befreiungsakt und eine demonstrative egomanische Bekundung des Willens
zum Leben. Diesen Komplex, der sich aus einer hochexplosiven Mischung
aufgeladener Affekte verbunden mit lustvollen vitalen Triebenergien
zusammensetzte, mu§ man beruecksichtigen, will man die historische
Bedeutung der damaligen kuenstlerischen Revolte und damit auch die
Malerei von Moreni in ihren wirklichen Dimensionen begreifen.
Seine kreative Arbeit aus dieser aera kann uneingeschraenkt als ein
singulaerer Ausdruck der ãaesthetik des WiderstandsÒ
bezeichnet werden, er war der Kuenstler jener Zeit, der den Ruf eines
Exzentrikers hatte und der von der Kritik in Italien und in Europa als
derjenige apostrophiert wurde, der alle anderen zeitgenoessischen Maler
an Wildheit, Zuegellosigkeit und Gewagtheit im malerischen Duktus
uebertraf. Seine Gemaelde vermittelten einen derart packenden Eindruck
explosiver Heftigkeit, da§ sie als Niederschlaege orgiastischer
und exstatischer Exzesse gedeutet wurden. Als ein ãWueten wider
sich selbstÒ interpretierte dies der Kunstjournalist ulrich
Seelmann-Eggebert in den Stuttgarter Nachrichten vom 14. Februar 1959
und lie§ allenfalls Karel Appel und Georges Matthieu als im
Temperament vergleichbar neben ihm bestehen. Vor allem aber sah man in
der Malerei von Moreni das europaeische Gegengewicht zum amerikanischen
ãAction PaintingÒ, dessen dominierende Position durch das
durchaus gleichwertige Fortissimo der Farbbehandlung von Moreni
relativiert wurde. Moreni wurde auf dieselbe Stufe gestellt, auf der
auch schon fuer Kuenstler wie Willem de Kooning und Franz Kline die
Ehrenplaetze reserviert waren.
Dennoch, die Gruende fuer den Ausbruch expressiver Energien in der
Malerei um 1950 waren fuer die Amerikaner voellig anders angelegt als
fuer die Europaeer. Waehrend die Vertreter des ãAbstrakten
ExpressionismusÒ in der ãNew York SchoolÒ die
Eroberung einer freien Bildsprache als einen Akt der Selbstfindung und
als eine Losloesung von den Wurzeln sahen, die sie noch mit der Kultur
der Alten Welt verbanden, erlebten die europaeischen Kuenstler die
informelle Abstraktion weit staerker als eine Konsequenz, die sich
folgerichtig aus der Geschichte der nonfigurativen Kunst ergab. und sie
begriffen die Bildende Kunst viel intensiver als einen Teil der
Geistesgeschichte, was zur Folge hat, da§ die intellektuelle
Reflexion in Bezug auf das Geschehen in der Bildenden Kunst sowie das
Verfassen von Manifesten in Europa zur Kunstgeschichte hinzugehoert.
Dies gilt auch fuer Mattia Moreni, bei dem vor allem eine starke
politische Ideologisierung in seine kuenstlerischen Aktivitaeten
hineinwirkte. Die Anfaenge dieser grundsaetzlichen Protesthaltung gegen
die etablierte gesellschaftliche ungleichheit und ungerechtigkeit
finden sich schon in seiner fruehen Biographie: 1920 als Sohn eines
Kavallerieoffiziers in Pavia geboren, waechst in ihm bereits in den
Jugendjahren eine Abneigung gegen die faschistische Diktatur heran und
er schlie§t sich im Alter von neunzehn Jahren der verbotenen
Kommunistischen Partei an, deren Freiheitsversprechen ihn begeistern.
1940 beginnt er ein Kunststudium an der Accademia Albertina di Belle
Arti in Turin, das er aber eineinhalb Jahre spaeter abbricht. 1943, in
dem Jahr des Zusammenbruchs des faschistischen Staatssystems und des
italienischen Separatfriedens mit den Alliierten, engagiert er sich in
der Resistenza im Kampf gegen die noch verbliebenen Reste
faschistischer Strukturen im Norden und gegen die abrueckende deutsche
Wehrmacht. Von faschistischen Einheiten verfolgt, fluechtet er nach
Brisighella bei Faenza, wo er bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges
bleibt. Schon 1939 und auch in den Jahren bis 1945 enstehen figurative
Gemaelde in einer starkfarbigen Manier, die eine deutliche Naehe zu der
Malerei der Kuenstler in der antifaschistischen Gruppierung
ãCorrenteÒ, insbesondere zu Renato Guttuso, zeigen. 1946
zieht er dann um nach Turin und nimmt dort aktiv am kulturellen
Geschehen teil, wobei er nun auch die neuesten europaeischen Tendenzen
kennenlernt und sich den progressivsten Bestrebungen der Moderne als
Kuenstler anschlie§t. Wie fuer viele andere junge italienische
Maler in dieser Zeit ist auch fuer ihn Pablo Picasso das gro§e
Vorbild fuer seine eigenen kuenstlerischen Bemuehungen, in denen er nun
die Moeglichkeiten postkubistischer Gestaltungsmittel erprobt, wobei
seine anfaenglich noch gegenstaendlichen Sujets ab etwa 1948 von
abstrakten Erfindungen abgeloest werden. Die Art wie er in dieser
Periode seine bildnerischen Konfigurationen in grafischer Form aus
unterschiedlich dicken sich ueberschneidenden Linien oder Baendern
entwickelt und dann die von den Linien konturierten Zwischenraeume als
isolierte Felder koloristisch anlegt oder aber auch durch ein Muster
aus Parallelstreifen dekoriert, erinnert an Alberto Magnelli.
Jedenfalls ist bei ihm schon jetzt der Wille bemerkbar, immer
stilistisch auf der Hoehe der Zeit zu sein und sich in die vorderste
Front in der Phalanx der Moderne einzureihen, was durch eine Einladung
zur ersten ãBiennale di VeneziaÒ nach dem Kriege im Jahre
1948 bestaetigt wird. 1952 ist er dann Gruendungsmitglied der
ãGruppo degli otto Pittori ItalianiÒ (Gruppe der acht
italienischen Maler), zusammen mit Afro, Renato Birolli, Antonio
Corpora, Ennio Morlotti, Guiseppe Santomaso, Giulio Turcato und Emilio
Vedova, die alle als Protagonisten der italienischen Abstraktion
fuehrende Stellungen einnahmen. In ihrem Gruendungsjahr praesentierten
sie sich gemeinsam auf der ãBiennale di VeneziaÒ und
proklamierten ihre kuenstlerischen Ziele, die der Kunstkritiker
Lionello Venturi, der als Mentor der ãAchtÒ auftrat,
folgenderma§en wiedergab: ãSie sind und wollen keine
Abstrakten sein, ebensowenig Realisten. Sie stellen sich vielmehr die
Aufgabe, dem Widerspruch dieser zwei Richtungen zu entrinnen, von denen
die eine die abstrakte Kunst in einen neuen Manierismus zu bringen
droht, waehrend die andere politischen Anweisungen folgt, welche die
Freiheit und die schoepferische Spontaneitaet zerstoerenÒ. Der
Kuenstler unter den ãAchtÒ, der dieser Forderung nach
unabhaengigkeit von jeglichem Dogma am konsequentesten nachkam, war
zweifellos Mattia Moreni.
Auf seinem Weg der Suche kam er ab 1953 schlie§lich zu einer
freien gestischen Malerei und zu einer unverwechselbar eigenen Manier
des Einsatzes wie auch der gestalterischen Behandlung des
Farbmaterials. Dabei verschwinden aber die Bezuege zum Gegenstand nicht
voellig, trotz der impulsiven Gestik, in der er sich nun auszudruecken
wei§, bleibt Raum fuer einen assoziativen Bezug zur sichtbaren
Welt, Sonnen, Wolken, Straeucher oder sogar eine menschliche Figur, wie
bei dem Bild ãCadutaÒ von 1954, sind nach wie vor im
Tumult der Farbgesten wahrnehmbar. Was ihn und seine Gemaelde aber vor
allem im Rahmen der informellen gestischen Abstraktion auffaellig
heraushebt, das ist sein ungewoehnlicher respektloser umgang mit den
Mitteln, mit denen er jetzt in einer derart ungestuemen und unueblichen
Weise operierte, da§ jede gueltige Regel hinsichtlich der
ãPeintureÒ und der Textur, die fuer viele der Abstrakten
durchaus noch verbindlich war, verletzt wurde. Nicht zuletzt in der
ãEcole de ParisÒ waren ein gepflegter Farbauftrag und ein
harmonisch abgestimmtes Kolorit auch in den avanciertesten
nonfigurativen Kompositionen die geschmackliche Norm. Auch die meisten
Vertreter der Abstraktion in Italien konnten sich letztlich von den
erprobten Techniken der traditionellen Malkultur nicht loesen, sie
hielten an einem Modus der Ausfuehrung ihrer Bilder fest, der sich in
den Methoden der bildnerischen Realisierung in nichts von dem
schulmae§igen Vorgehen derjenigen unterschied, die mit oelfarben
und mit dem Pinsel auf Leinwand naturalistische Landschaften malten.
Moreni war und blieb in dieser Hinsicht ein Nonkonformist, dem es nicht
genuegte, im Sinne der aktuellen kuenstlerischen Zeitstroemung einfach
nur abstrakt zu arbeiten und damit einer neuen Dogmatik zu folgen, er
bewahrte sich seinen Widerspruchsgeist und betrieb seine Kunst als ein
Bekenntnis zur absoluten Autonomie. Malerei im klassischen Verstaendnis
ist das nicht mehr, Moreni kennt keine Ruecksichten auf das
handwerkliche Ethos der akademischen Lehre, sein Vorgehen ist renitent,
anarchisch und in einer aufruehrerischen Weise undezent. In Gemaelden
wie ãSterpi sulla collinaÒ von 1955, ãSole sul
cespuglioÒ von 1956, ãCosta brucciataÒ von 1957,
ãun immagineÒ von 1958 und, besonders signifikant,
ãA tutti i maldestri del mondoÒ von 1960, wird die
Farbsubstanz quasi maltraetiert. Zwar benutzt er zuweilen auch noch die
ueblichen Pinsel, jedoch daneben auch andere Instrumente, mit denen die
farbigen Pasten in geradezu schmieriger oder cremiger Konsistenz auf
der Leinwand abgestreift, verzogen, gekleckst oder breit hingestrichen
werden, wonach dann haeufig mit Spachteln oder mit den spitzen Enden
von Pinselstielen zusaetzliche spontane Eingriffe vorgenommen werden.
Trockenprozesse werden nicht abgewartet, alles geschieht in der
ungeduldigen Technik der ãMalerei alla primaÒ, was auch
den bewu§ten Effekt mit sich bringt, da§ Vermischungen von
Farbtoenen sich direkt auf der Leinwand als ein Ergebnis des raschen
uebermalens von noch frischen Farbschichten ergeben, wobei vor allem
das Wei§ eine Rolle spielt, das so, wie es aus der Tube kommt,
unmittelbar in die schon auf der Leinwand verteilten Farbmassen
eingearbeitet wird. Da§ dabei unsaubere inhomogene
Mischungszustaende sowie unreinheiten und Verschmutzungen entstehen,
insbesondere da, wo Farben ueber ein noch feuchtes Wei§ in
schneller Gestik hinweggezogen werden, ist gewollt. Alle diese
undisziplinierten Prozeduren, die improvisatorischen Methoden, die
vehemente Motorik des Farbauftrags und die Zufallswirkungen stehen im
Dienste einer kontrollierten Dramaturgie der Bildsprache, was zuweilen
wie Willkuer oder wie ein unbeherrschter chaotischer Aufruhr der Farben
aussieht, ist in Wahrheit ein bewu§t gehandhabtes Mittel der
bildnerischen Inszenierung, eine innovative Qualitaet der aesthetik des
malerischen Vortrags und eine virtuose Steigerungsform des subjektiven
schoepferischen Ausdrucks.
Mit Gemaelden dieser Art profilierte sich Moreni in jener Zeit als ein
herausgehobener Exponent der kuenstlerischen Pionierarbeit, nicht
unbegruendet war er daher 1955 einer der Aussteller in der ersten
ãDocumentaÒ in Kassel und auch seine erneute Teilnahme an
der ãBiennale di VeneziaÒ im Jahre 1956, wo ihm ein
eigener Saal eingeraeumt wurde, spricht fuer sein schon ereichtes hohes
Ansehen. 1959 wurde er dann prominent mit einer Einzelschau im Rahmen
der ãBienal de Sao PauloÒ vorgestellt und im selben Jahr
gehoerte er wieder zu den ausgewaehlten Kuenstlern, die ausersehen
waren, in Kassel in der zweiten ãDocumentaÒ die These von
der ãAbstraktion als WeltspracheÒ mit ihren Werken zu
beglaubigen.
Aber, sein niemals gaenzlich unterdrueckter, latenter Gegenstandsbezug
machte sich etwa um 1963 wieder staerker geltend, spaetestens mit
Gemaelden wie ãSegnale sul campo come un grido in corsaÒ
oder ãSegnale nel campo notturnoÒ, beide in jenem Jahr
entstanden, werden Anklaenge an landschaftliche Motive wieder
unuebersehbar und von diesen kommt er folgerichtig zu einem Sujet, das
ihn dann laenger beschaeftigt, zur ãWassermeloneÒ. Seine
fuer ihn typische furiose Manier der Malerei mu§te er dazu nicht
aufgeben. Ein Bild wie ãunÕanguria come un
segnaleÒ von 1964 ist in diesem Kontext eine
Interpretationshilfe, denn in ihm ist der uebergang von einer
Landschaft, die in der Wiese im Vordergrund noch praesent ist, zur
Objektdarstellung mit einer symbolischen Bedeutungstiefe ablesbar. Im
Zentrum dieser Komposition, etwas eingetaucht in den horizontalen
Abschlu§ des Gruens, ist das Rund einer aufgeschnittenen Melone
positioniert, deren Inneres in allen Details in gluehendem Rot und mit
den Kernen dargestellt ist. Welche Aussage Moreni mit diesem
Naturprodukt verbindet, ist auf den ersten Blick nicht zu
entschluesseln, erst in der weiteren Behandlung dieses Motivs treten
seine wirklichen Intentionen hervor und diese sind eindeutig besetzt
von Analogien zum weiblichen Geschlecht. Die Melone ist fuer ihn Frucht
und Fleisch zugleich, die nackte Schnittflaeche symbolisiert oeffnung
und Entbloe§ung, das Rot verbindet sich mit Vorstellungen von
blutvollem Leben und von verborgenen intimen Organen. Da§ der
maennliche Blick von Moreni genau durch solche sexistischen
Imaginationen konditioniert ist, erweist sich dann an dem Punkt, wo die
Melone unverhohlen zur Vagina wird. Zwar ist in einem 1970 realisierten
Gemaelde wie ãTragica come unÕanguria americana
assasinata sul campoÒ im Titel noch von der Melone die Rede,
jedoch das Bild selbst zeigt etwas anderes, naemlich die gespreizten
Schenkel einer Frau, die exhibitionistisch ihre Scham praesentiert.
Nach dem beruehmten Skandalbild ãLÕOrigine du
MondeÒ (Der ursprung der Welt), in dem Gustave Courbet 1866 in
realistischer detaillierter Deutlichkeit und ohne jegliche
mythologische Verbraemung eine Vagina in Gro§aufnahme darstellte,
ist Moreni wohl derjenige, der danach als erster wieder dieses Motiv
zum zentralen Element von Gemaelden machte. Von diesbezueglichen
offenherzigen Zeichnungen, wie sie zum Beispiel Auguste Rodin, Gustav
Klimt oder Egon Schiele geschaffen haben und die infolgedessen wegen
Pornographie unter Anklage gestellt worden waren, soll einemal
abgesehen werden. Solche juristischen Verfolgungen sind bei Moreni
ausgeblieben, seine Gemaelde dieses Genres waren unbeanstandet auf der
ãBiennale di VeneziaÒ im Jahre 1972 ausgestellt, obwohl
sie an optischer Direktheit in der Visualisierung der intimsten Zone
des weiblichen Koerpers nicht hinter den genannten Beispielen
zurueckstehen. Im Gegenteil, sie besitzen eine prostituierende
Schamlosigkeit, die alles Vorhergehende uebertrifft. Dabei gilt jedoch
eine besondere Einschraenkung, die darin liegt, da§ bei Moreni die
genitalen Formen so in Erscheinung treten, als seien sie Ergebnisse
eines malerischen Prozesses, denn bei naeherem Hinsehen wird
offensichtlich, da§ es sich keineswegs um anatomisch korrekte,
naturalistisch genau praezisierte Wiedergaben handelt, vielmehr ist die
Malerei so suggestiv anspielungsreich angelegt, da§ die
Einbildungskraft des Betrachters unausweichlich von voyeuristischen
Fixierungen auf das Objekt der Begierde in Bann gezogen wird. Fuer
Moreni selbst kamen wohl in dieser Thematik mehrere Impulse zusammen,
die fuer sein Selbstverstaendnis als Mann wie als Kuenstler bestimmend
waren, wobei es eine Trennung zwischen seiner maennlichen Libido und
seinen kuenstlerischen Triebenergien nicht gibt. Zum einen kamen die
genitalen Motive seinem rebellischen Hang zur uebertretung von Tabus
der buergerlichen Pruederie entgegen, zum anderen konnte er so seine
zweifellos kaum zu unterdrueckenden erotischen Obsessionen und seine
eigenen sexuellen Fantasien in Form orgiastischer malerischer Exzesse
kreativ fruchtbar machen. Das Malen von vaginalen Erotica war also bei
Moreni nicht ein Akt der Kompensation angestauter Lustpotentiale,
sondern die Transformation koerperlicher Instinkte und Leidenschaften
in sexuelle Erregungsmotive, die wiederum das Resultat aktionistischer
Malerei waren. So tritt ein hochbrisantes sexuelles Reizmotiv, ein
primaerer Ausloeser fuer maennliche Lustreaktionen, als Konzentrat
einer vehementen malerischen Prozedur hervor. Die Serie der
kuenstlerischen Neuorientierungen war fuer Moreni aber noch nicht
abgeschlossen: Die skurrilsten, oder besser gesagt, die
eskapistischsten, die absurdesten seiner ohnehin schon nonkonformen
Bildformulierungen erzeugte er im Zuge einer grundlegenden aenderung
seines Bildprogramms am Beginn der achtziger Jahre. In den figurativen
Gemaelden, die von da an in dieser Periode entstehen, entwickelt er
eine exotische Neigung zum Merkwuerdigen, Irrsinnigen und Abstrusen,
wobei die bildnerischen Auswuechse nicht weniger seltsam anmuten wie
die ausfuehrlichen handschriftlichen Notierungen, die in die Bilder
integriert sind. Auch die Werktitel, die sich wie Erzeugnisse einer
dadaistischen Nonsens-Poesie lesen, sind ein ma§geblicher Teil der
Aussage. Solche Titel lauten ãSanta Sofia prilla prima di
esplodereÒ (Die angetrunkene Santa Sofia bevor sie
explodiert),1983, ãIl quadrato indisciplinato si illumina
lanciando il bengalaÒ (Das undisziplinierte Quadrat beleuchtet
sich, indem es ein Feuerwerk abschie§t),1985, ãLe lampadine
siamesi futurose-futuribli ancora partorientiÒ (Die siamesischen
fiktional-futuristischen Gluehbirnen, die noch Woechnerinnen
sind),1985. ãRegressione consapevoleÒ (Bewu§ter
Rueckschritt) nannte er insgesamt diese Werkreihe und in der Tat, eine
gesuchte infantile Naivitaet, ein dilettantischer Primitivismus sowie
die gezielte Absicht, den Anschein von Psychopathie und Schizophrenie
zu wecken, kennzeichnet den Ausdruck dieser Bilder, denen allen er noch
den gemeinsamen untertitel ãEsempio di regressione della specie
âbelle artiÕ: asili nido, asili patologici o del talento
dei senza mezziÒ (Beispiel des Rueckschritts der Gattung der
âSchoenen KuensteÕ: Kindergaerten, Heime fuer
Geisteskranke oder fuer minderbemittelte Talente) hinzufuegte. Auch in
der malerischen Ausfuehrung strebte er das Wirre Rohe, unperfekte und
Bizarre an, womit er demonstrativ eine mentale Zurueckgebliebenheit
bekunden wollte, die ihm persoenlich in der Realitaet durchaus nicht
eigen war. Dies tat er aus denselben Antrieben heraus, die ihn auch
schon in seinen vorherigen Arbeiten bewegten, das hei§t, er wollte
aus der Normalitaet der fuer ihn inakzeptablen sozialen Verhaeltnisse
ausbrechen und auch gegen die konventionellen Ma§staebe des
buergerlichen Menschenbildes revoltieren. Die Ausgrenzung alles
Verrueckten, unangepa§ten und Exzentrischen durch die Tyrannei des
ãgesunden MenschenverstandesÒ war ihm zuwider.
Stilistisch ist er mit den Werken dieser Phase durchaus in die von Jean
Dubuffet konzipierte Programmatik der ãArt brutÒ
einzuordnen, denn auch Moreni opponierte gegen die kalte
Verstandesherrschaft und auch er wollte eine Kunst schaffen, die noch
nicht von den Degenerationserscheinungen der Zivilisation beruehrt ist.
In seiner Malerei bevorzugte er deshalb eine Sprache, in der das
urspruengliche und unverbildete zur Entfaltung kommen sollte,
unbeeinflu§t von Zwaengen der rationalen Logik.
Als eine Fortsetzung dieser Tendenz mit formal vereinfachten Mitteln
koennen die Gestaltungen der letzten Periode im Schaffen von Moreni in
den neunziger Jahren gedeutet werden. Charakteristisch ist nun eine
zeichnerische Darstellungstechnik der Motive in einer locker
skizzierenden, sehr zuegigen Strichfuehrung und eine koloristische
Anlage, bei der wenige gro§e Felder in homogener Farbgebung die
Komposition dominieren. Im Gegensatz zu den frueheren Gemaelden weisen
die farbigen Zonen nun keinerlei malerische Differenzierungen
beziehungsweise Spuren des Pinselduktus mehr auf, die Farbe ist
vielmehr glatt und flaechig aufgetragen und sie hat lediglich die
Funktion einer dekorativen Flaechenfuellung. Die bildnerische Manier
dieser Gemaelde hat nun etwas plakativ Illustratives, wie dies in
underground-Comics oder bei subversiven Graffitis zu finden ist.
Hauptakteur in diesen Bildern ist eine groteske Figur, die er den Namen
ãIdentikitÒ (Phantombild) gab. Sie ist ein
Kopffue§ler oder vielmehr ein kopfloser Rumpf mit kurzen Beinen
und uebergro§en Fue§en, mit dem Moreni in karikierender
Absicht eine Symbolgestalt fuer die Deformation und Mechanisierung des
Menschlichen in der technologisierten Welt schaffen wollte. Bildtitel
wie ãLÕintelligenzia artificiale investe
lÕumanoideÒ (Die kuenstliche Intelligenz legt den
Humanoiden an), ã4 volte RobotÒ (Vierfach Roboter) oder
ãRobot anormale in discotecaÒ (Anormaler Roboter in der
Diskothek) unterstreichen den kritischen Bezug zum ãZeitalter
der ElektronikÒ, das Moreni auch als eine ãRivoluzione
della vita senza idealitˆÒ (Revolution des Lebens ohne
Idealitaet) empfand und das er als unvereinbar mit seinen humanen
Prinzipien ablehnte.
Bis an sein Lebensende bewahrte sich Mattia Moreni die Attituede des
nicht Anpassungswilligen und auch seine Malerei enthielt ueber die
kuenstlerischen Ausdrucksabsichten hinaus immer auch einen Gestus der
Verweigerung gegenueber dem Schicklichen und Normierten. Immer war sie
auch ein Bekenntnis zur individuellen Freiheit und zur unabhaengigkeit
von Zwaengen. Er lie§ sich keine Fesseln anlegen, seien diese
politisch, gesellschaftlich, moralisch oder aber, was die Kunst
anbetrifft, stilistisch vorgegeben. Er betrieb als Maler eine
aesthetische Fundamentalopposition und auch in seinen menschlichen
Haltungen entzog er sich allen geistigen wie auch emotionalen
Einschraenkungen. Er starb am 29. Mai 1999 in seinem Anwesen in
Brisighella, wo er seit 1966 wohnte und arbeitete. Sein imponierendes
Lebenswerk, das gerade deswegen, weil in ihm die normierten
kunstgeschichtlichen und stilistischen Kategorien in der Regel nicht
befolgt wurden, eine Fuelle an ueberraschungen bereit haelt, hat es
verdient, neu entdeckt zu werden. Dies gilt sowohl in Hinsicht auf
seinen Wert als Schoepfung der Kunst, also wegen seiner Originalitaet
und Qualitaet, wie auch wegen der in diesem Werk hinterlassenen
freiheitlichen Botschaft.
Dr. Klaus Wolbert .
ONE
MAN SHOW IN MILAN - ITALY-MORONE GALLERY
"Avverte
Moreni: Marilu' muore, ciao...PERCHE'?"
Testo
in catalogo diEnrico Crispolti18-1/13-4-1996
ONE
MAN SHOW IN TuRIN - ITALY
54
works 1945-1994
Galleria Sant'Agostino
Testi in
catalogo
diDaniele
Astrologo Abadal, Vittoria Coen, Francesco Poli, April - June 2001
CENNI
BIOGRAFICI
Nato a Pavia nel 1920, morto a
Brisighella nel 1999
Milano, 1-6-99,
Moreni e' morto
sabato 29 Maggio
1999 all'eta' di 79
Come posso io, povero mercante,
parlare di un amico per me, ma io forse non per lui, ma tutto questo fa
parte dell'uomo. Moreni, dire un grande artista e' facile;tentare di
spiegarlo
e' quasi impossibile.
Comincio col chiamarlo l'ultimo
Caravaggio.Si', poiche' Moreni non chiedeva nulla,non pretendeva nulla
da chi-che-sia.
Ma e' proprio di
questo artista
sociale,che ci racconta il nostro peregrinare in un tipo di societa'
esteriore,
legata all'indice delle cose televisive.
Moreni sapeva tutto e lo chiamavano "Informale", mentre lui aveva gia'
fatto una nuova immagine (vedi "L'urlo del sole", 1954, "La
Caduta", 1956),
fatti precisi non informi. Le angurie non angurie uguale natura
(scambiato
ancora una volta per maniaco sessuale) "La Regressione della specie,
con
tutta l'ironia del trasgressivo additava la "Gioia" panica delle
giovani
generazioni e l'ultimo "uomo Computer". Tutto questo e' Mattia Moreni
(si
dovrebbe fare un'enciclopedia), ma l'uomo... quell'uomo di tanti
dialoghi
incredibili sulle cose, sui dipinti, su questo momento sociale, dove la
carriera elude messaggi per i giovani ed il potere e' preso per la
carriera.
Mercanti ignari di tutto e io,
una cosa mi sono sempre chiesto: il nostro compito qual'e'? Ignorare e
darci alla prostituzione di cio' che va, cio' che il mercato chiede, ma
non e' ora di essere noi stessi? Propositivi, annunciando delle
novelle,
dissotterrare l'intelletto e tutta quella ricerca che non a caso si e'
nascosta, non facendo vedere cos'e' veramente successo dagli anni
Cinquanta
in poi, senza essere miseri brandelli di accettazione dei soli artisti
omologati! Tutto questo e' passato davanti a Moreni, perche'
irriverente,
ma come poteva un uomo della sua levatura riverire l'ignoranza
carrieristica
solo per essere ammesso alla omologazione. E' sempre andato avanti
nella
sua ricerca senza mai soffermarsi per raccogliere allori. Succede che
la
sua terra adottiva, quella sua Romagna, gli ha sempre teso l'orecchio
anche
se non capiva. guardava in alto come si guardano le stelle, "un po' le
vedo, il resto le vedro' ":
Cosi' rimaniamo,
caro Mattia, guardando
i tuoi
autoritratti,
sperando che il nostro mondo ora non dica ancora che non puo' vedere i
tuoi quadri, perche'
sei irriverente.
Enzo Spadon
Milan, June,1st, 1999
Mattia Moreni
died on Saturday,
May 29th, 1999 at the age of 78 (He would have been 79 in November)
How can I, as a simple merchant,
to speak about a friend for me, even if it was not me the same for him,
but all that is part of him as a man. Moreni, to tell him a great
artist
is easy, to try explaining him is almost impossible.
I start calling him the last Caravaggio.
Yes. As Moreni did not ask anything, did not want anything from whoever.
It is just his
way as a social
artist, who tells us about our pilgrimage into a kind of society for
trendy
things, linked to a list of TV products.
Moreni knew about everything and
notwithstanding they called him "Informal", on the contrary he had
already
given rise to a new image (see "The yell of sun", 1954, "The
fall", 1956),
quotable facts, not at all without a shape. The water-melons,
not-water-melons
the result of nature (he was, once again, said to be a sexual maniac);
"The Regression of the species", charged with all the irony of the
transgression,
addressed to the panic "Joy" of the young generations until the latest
and last "Computer Man".
All this is Mattia Moreni (we should
write an encyclopaedia), but the man... that man of so many
unbelievable
debates on things, on paintings, on this social while, where our aiming
to be a number one is hiding important messages to the young people and
power is taken just to be at the top.
Merchants unaware
of everything,
and as for me, I do wonder exactly: What do we have to do? Ignoring all
and selling ourselves for sake of what the market wants. Is it not time
to be ourselves? To propose, offering something new, disintering the
thinking
and all that research, not at random kept covered, without showing what
was really happened since the Fifties until today, and not to be poor
shreads
of acceptance only of the homologated artists! All that passed by
Moreni,
because he was irreverent, but how could a man with such an
intelligence
revere the ignorance for career just to be homologated?.
He always went on with his research,
without making stops to get praises. It happens that his adoptive land,
that Romagna of his, always listened to him, even when he was not
understood.
It looked at the sky as watching the stars: "Some are visible, all the
others will appear".
So, we remain, dear Mattia, staring
at your self-portraits,
hoping that our world will no longer say not to be able to see your
paintings,
as
you are irreverent.
Enzo Spadon
ESPOSIZIONI PERSONALI
MATTIA MORENI: Opere
dal '44 al '90
ONE MAN SHOW AT GALLERIA
POGGI, RAVENNA (EMILIA ROMAGNA) - ITALY
Via Argentario 21 -
Ravenna -Tel. & Fax +39 0544 219898
tue-fri 16.30 - 19.30
p.m; sat 10,30-12,30 a.m./ 16.30 - 19.30 p.m
March, 24th - June,
20th 1999
OPENING
APRIL, 11th
L'uLTIMO
TRASALIMENTO DEL DIPINGERE...O LA PROTOSTORIA DELLA MODERNITA'
ONE
MAN SHOW AT PALAZZO DELLE ESPOSIZIONI, FAENZA -RA- (EMILIA ROMAGNA) -
ITALY
Corso
Mazzini 92 - Faenza-
tue-
sat 10,00-12,00 a.m./ 16.00 - 19.00 p.m
April,
11th - 24th October 1999
OPENING
DECEMBER, 6th
IN
NAPLE, ITALY
IL
PERCORSO DI uNA TRASGRESSIONE
(THE
WAYS OF A TRANSGRESSION)'
ONE
MAN SHOW AT "Casa d'arte MINERVA"
Via
Calabritto 20, Naple- ITALY
tue-
sat 11,00-13,0 ./ 16.30 - 20.00
December
2000 - March 2001
ONE MAN SHOW IN TuRIN
- ITALY
54 works 1945-1994
Galleria Sant'Agostino
- Corso Tassoni 56, 10144 Torino - tel. +39 011 4377770
Testi in catalogo
di
Daniele Astrologo
Abadal, Vittoria Coen, Francesco Poli
April - June 2001
VARESE -
WENDECAR, Viale Belforte - "Tra sogno e realta'" 
ESPOSIZIONI COLLETTIVE
MONTECARLO - SALONS du SPORTING
D'HIVER, Place du Casino' - fino a Marzo 2005
PuBBLICAZIONI IMPORTANTI

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